Saiprakashana Buchclub

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mandala_1 Fragen und Antworten / Februar-März  mandala_1

Trotz unseres Glaubens und unserer Hingabe nimmt das Leid kein Ende. Bedeutet das, dass unsere Gebete nicht erhört werden?

FRAGE III

Swami, Du sagst, dass diese Welt spirituell ist, dass alles spirituell ist und dass alles göttlich ist: Ist es daher möglich, auf der Welt zu sein und sich an allem darin zu erfreuen – und gleichzeitig spirituell zu sein?

ANTWORTRT

Swami: Leiden ist kein Zustand des Körpers, sondern ein Zustand des Geistes.

Draupadi wurde am Hof der Kauravas gedemütigt, weil ihre eigenen Ehemänner, Vorväter und Ältesten sie im Stich gelassen hatten. Sie ließen es zu, dass sie von den bösen Kauravas gedemütigt wurde. Sie war beunruhigt und traurig und fragte sich, warum sie solches Leid ertragen musste, wo sie doch so mächtige Ehemänner hatte, die sie beschützten und so viele Älteste am Hof, die sie hätten retten können.

Schließlich flehte sie Lord Krishna an. Zuerst rief sie ihre Ehemänner und die Ältesten um Hilfe, doch schließlich vertraute sie sich Krishna an. Obwohl Krishna nicht erschien, wurde ihr Sari unendlich und das war der Beweis für Krishnas Gnade.

Als Draupadi später in ihren Gemächern sehr gründlich über den Vorfall nachdachte, fragte sie sich, warum ihr dieses Leid zuteil wurde. Sie kam zu dem Schluss, dass sie leiden musste, wenn sie sich auf sich selbst verließ, und dass sie leiden musste, wenn sie sich auf ihre Ehemänner, Verwandten und Bekannten verließ. Nur, wenn sie sich auf Gott verließ und sich Ihm völlig hingab, gab es kein Leid, denn Er kam und rettete sie.

Solange du dich auf deine eigenen Fähigkeiten verlässt, magst du zwar beten, Bhajans singen, Seva machen und allen Aktivitäten nachgehen, die du für spirituell hältst, aber du hast deinen Geist nicht wirklich vollständig Gott übergeben. Nur durch das Singen von Bhajans kann man sich nicht vom Leiden befreien.

Eine Narkose schaltet die Schmerzen des Körpers ab, so dass du, selbst wenn du dich einer Operation unterziehst, die Schmerzen, die der Körper erleiden muss, nicht spürst. Ähnlich wird der Geist, der völlig in Gott versunken ist und der sich Gott völlig hingibt, kein Leiden kennen. Bis dahin wird man Leiden erfahren.

Nur ein Geist, der völlig in Gott aufgeht, kennt kein Leid.

 Öffentlicher Satsang in Dubai – 27. August 2015

Ist es möglich, auf der Welt zu sein und sich an allem darin zu erfreuen – und gleichzeitig spirituell zu sein?

FRAGE II

Swami, Du sagst, dass diese Welt spirituell ist, dass alles spirituell ist und dass alles göttlich ist: Ist es daher möglich, auf der Welt zu sein und sich an allem darin zu erfreuen – und gleichzeitig spirituell zu sein?

ANTWORTRT

Swami: Nein, das ist nicht möglich. Was ihr als Freude auf der Welt zu haben betrachtet, ist nicht möglich, wenn ihr ein spiritueller Mensch seid.

Eure Sichtweise der Welt wird sich verändern. Sobald ihr tiefe spirituelle Erkenntnis gewonnen habt, werdet ihr die Welt nicht mehr so wie jetzt betrachten. Ihr könnt in der Welt sein, aber die Welt kann nicht in euch sein. Ihr könnt euch wie ein ganz normaler Mensch auf der Welt bewegen, aber ihr werdet von der Welt nicht berührt werden:

Die Welt kann euch nicht berühren. Somit kann auch das, was ihr als die weltlichen Vergnügungen und Attraktionen bezeichnet, keinen Einfluss auf euch haben.

 

From the heart, 04.12.2017

Ich bin sehr traurig über all das Töten in vielen Ländern. Was können wir dagegen tun?

FRAGE I

Ich bin sehr traurig über all das Töten in vielen Ländern. Was können wir dagegen tun?

ANTWORTRT

Swami: In jedem Zeitalter, in jeder Zeit, gab es immer Menschen, die gut, oder nicht so gut waren. Du kannst nicht die ganze Welt erhellen, aber du kannst auf jeden Fall eine Lampe in deinem Herzen anzünden und dafür sorgen, dass die Menschen um dich herum freundlich und mitfühlend sind. Für die anderen, die du nicht direkt erreichen kannst, bete aufrichtig für ihr Wohlergehen.

Deshalb haben wir das Gebet „Samastha Lokah Sukhino Bhavanthu“. Aber nur weil du nicht der ganzen Welt helfen kannst, heißt das nicht, dass du nichts tun solltest. Sorge dafür, dass zumindest die Menschen in deinem Umfeld, die mit dir in Kontakt stehen, voller Liebe und Mitgefühl sind.

Wenn jeder seinen eigenen kleinen Beitrag leistet, um eine Veränderung herbeizuführen, wird sie mit Sicherheit eintreten.
Es kommt eine wundervolle Zeit. So wie sich die Jahreszeiten verändern und einige Blumen verwelken, während andere wachsen, so wird sich in dieser wechselhaften Zeit das Böse durch den Kampf selbst zerstören, während Menschen, die im Dharma leben, die nächste Stufe erreichen.

Wie in der Schule werden diejenigen, die nicht gelernt haben, nicht bestehen und können nicht vorankommen. Gebt euch größte Mühe, so vielen wie möglich zum Bestehen zu verhelfen, und betet für den Rest.

 

Cisternino, Italien, 18. April 2015.