mandala_1 Auszüge aus den göttlichen Reden / Oktober 2021

Auszug aus der Rede in Muddenahalli an UGADI

25. März 2022

Sarve Bhavantu Sukhinah
Sarve Santu Nirāmayāh
Sarve Bhadrāni Paśyantu
Mā Kaścit Duhkhamāpnuyāt

Mögen alle glücklich sein
Mögen alle gesund sein
Mögen alle nur gute Dinge erfahren
Möge niemand Leid erfahren

 

 

Dieses alte indische Gebet ist in der heutigen Zeit von größter Bedeutung. Hier geht es nicht um eine einzelne Person oder eine Familie, ein Dorf, eine Stadt, einen Staat oder eine Nation. Sondern es geht um das Wohlergehen der ganzen Welt. Nicht nur meine Familie, meine Stadt, mein Land, sondern die ganze Welt möge glücklich sein.

Und der zweite Teil ist heute sogar noch relevanter.

Sarve Santu Niramaya

Mögen alle gesund sein, denn wenn nur einer nicht gesund ist, führt das zu Krankheit von so vielen anderen. Auf unbekannte und unsichtbare Weise.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir beten:

Sarve Santu Niramaya – Möge niemand krank sein, mögen alle gesund sein.

Sarve Bhadrani Pasyantu – Lass jeden überall das Gute sehen. Nicht die Angst, nicht die Panik, sondern überall Freundlichkeit.

Mā Kaścit Duhkhamāpnuyāt – Lass niemanden irgendein Leid, irgendeinen Schmerz, irgenwelche Schwierigkeiten erfahren, was Pflanzen, Tiere und alle Lebewesen einschließt, die es auf der Welt gibt.

Sarve bedeutet nicht nur menschliche Wesen. Sarve bedeutet alle. Sarva loka hiterata bedeutet, im Dienst für das Wohlergehen aller Wesen zu sein, von der kleinsten Ameise und dem Insekt bis zu den großen Tieren, den Bäumen, den Flüssen, den Bergen, den Wäldern, von Allem.

Alle sollen glücklich sein, alle sollen gesund sein! Niemand sollte irgendwelchen Kummer erleben. Das sollte heute das Gebet auf allen Lippen sein.

Es spielt keine Rolle, welcher Kaste, welchem Glaubensbekenntnis, welcher Religion, welcher Nationalität, welcher Geographie, welchem Geschlecht ihr angehört. Dass alle glücklich sind, sollte das Gebet auf den Lippen eines jeden einzelnen sein. 

Aufgrund der Vorschriften werden wir keine Veranstaltungen oder Satsangs abhalten, so dass viele Devotees darum beten, dass Swami eine Botschaft an sie richten möge ‒ vor allem zu einem aus Sicht der indischen Kultur so wichtigen Anlass wie Ugadi – Neujahr.

Wenn wir uns auf den Beginn des neuen Jahres freuen, müssen wir auch zurückblicken und sehen, wie das vergangene Jahr gewesen ist. Jedes neue Jahr bedeutet auch den Abschied vom alten.
Wenn das alte Jahr nicht geht, kann das neue Jahr nicht kommen.

Und wenn das Alte nicht in uns verschwindet, kann das Neue uns nicht einnehmen, nicht in uns eingehen.
Deshalb ist das Wichtigste, was wir uns zu diesem Zeitpunkt fragen müssen: Was ist dieses Alte, das aufgegeben werden muss, damit das Neue eintreten kann.

Lasst dies den Beginn dieses neuen Jahres sein. Kalender können sich ändern, ein Datum kann sich ändern, Tage können sich ändern, Stunden können sich ändern, aber wenn wir uns nicht ändern, spielt keine dieser äußeren Veränderungen eine Rolle. Wenn wir gestern, heute und morgen dieselben bleiben, wenn wir uns nicht zum Guten hin verändern, dann kann das neue Jahr nicht gut werden.

Als ich herunterkam, war ein Junge im Aufzug und er sagte: „Frohes Ugadi“.

Ich antwortete: „Ugadi ist immer ein glücklicher Tag, ob er aber für dich glücklich ist oder nicht, das ist deine Entscheidung, das liegt an deinem Einsatz“. Jeder Tag ist ein glücklicher Tag. Jeder Moment ist ein glücklicher Moment für denjenigen, der innerlich glücklich ist, aber jeder Tag, jeder Moment jedes Jahres ist traurig für denjenigen, der innerlich traurig ist.

Vieles von dem, was du aus diesem Jahr machst, hängt also davon ab, was du wirst, was du bist.
Das ist das Wichtigste.

 Auszug aus der Rede in Muddenahalli vom 25.März 2022