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29. Dezember 2019

Göttlicher Diskurs zum 4. Jahrestag von Annapoorna

Sri Krishna sagt: Die Hände und Füße des Göttlichen sind überall. Überall sind seine Augen und Gesichter.

Es ist tatsächlich so, dass Gott und Gott allein, die gesamte Schöpfung und alles, was in ihr ist, umfasst und umarmt.

In unserer Kultur glauben wir, dass Gott in jedem und in Allem wohnt.

  • īśāvāsyamidaṃ sarvaṃ yatkin͂ca jagatyāṃ jagat
    Überall und in jedem weilt Gott allein.

Wenn wir also wissen, dass Gott in jedem und wirklich in Allem, dem Beweglichen und dem  Unbeweglichen ruht, wie agieren wir dann? Wie verhalten wir uns in dieser Schöpfung?

Deshalb sagt die Ishavasya Upanishad gleich in der zweiten Zeile:

  • tena tyaktena bhuñjīthā mā gṛdhaḥ kasyasviddhanam
    Opfert euch mit Hingabe auf, in dem Wissen dass Gott in jedem ist, und nehmt nicht, was anderen und nicht euch gehört.

Dieses Konzept, dieser Wert des Tyaga, des Opfers, findet immer wieder in all unseren Schriften Erwähnung.

So auch im Sanyasa Suktam, das die Kinder gesungen haben, während ich im Hintergrund zugehört habe:

  • na karmaṇā na prajayā dhanena tyāgenaike amṛtatvamānaśuḥ
    Weder durch irgendwelche Handlungen, noch durch Nachkommenschaft oder den Erwerb von Reichtum, sondern allein durch Opfer kann man Unsterblichkeit erlangen.

Tyaga Shanti arantaram, heißt es in der Bhagavat Gheetha.  Sobald man sich opfert, erlangt man sofort Frieden. Das ist die eigentliche Essenz unserer indischen Kultur.

Gerade hat Narasimha Murthy über das Konzept von „Tyaga Jivi“ gesprochen.

Es gibt vier Arten von Jivis – die ersten sind die „Roga Jivis“ – sie nehmen nur, sie geben nichts. Also werden sie zu Rogis, zu kranken Menschen.

Wenn man das gesamte Essen isst und nichts übrig lässt, wird man krank – Man bekommt Krankheiten. Genauso nehmen und nehmen diese Menschen und geben niemandem etwas zurück. Sie sind das Niedrigste vom Niedrigen. Roga Jivis.

Dann gibt es die Boga Jivis. Sie nehmen viel und geben wenig.

Und dann gibt es noch die Tyaga Jivis, die wenig nehmen, aber viel geben.

Aber die höchsten von allen sind die Yoga Jivis – sie nehmen nichts, aber sie geben alles.

Die meisten Menschen werden als Roga Jivis, oder Bava Roga geboren.

Meist dreht sich ihr Leben um sie selbst – um ihren Egoismus, ihre Eigeninteressen. Sie sind sehr egozentrische Menschen.

Dann gibt es einige, die Boga Jivis sind. Sie nehmen definitiv viel von der Gesellschaft, aber was sie zurückgeben, ist sehr wenig.

Der größte Teil der Welt besteht aus diesen Roga Jivis und Boga Jivis.

Es gibt nur eine Handvoll Tyaga Jivis, die mehr geben und nur das sehr Wenige nehmen, was sie brauchen und nicht mehr als das.

Und einer von einer Million ist vielleicht ein Yoga Jivi, der nur von Gott abhängt und von niemandem etwas nimmt.

Er hängt nur von Gott ab, aber die ganze Zeit verbringt er oder sie im Dienst an anderen, indem er gibt und vergibt. 

    

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