Saiprakashana Buchclub

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mandala_1 Fragen und Antworten / November-Dezember  mandala_1

Was ist großartiger: Dass Ich euch lieb werde oder dass ihr Mir lieb werdet?

 FRAGE III

Was ist großartiger: Dass Ich euch lieb werde oder dass ihr Mir lieb werdet? 

ANTWORTRT

Swami: Ihr solltet euer Leben so leben, dass Ich nicht ohne euch leben kann. Es ist natürlich, dass ihr nicht ohne Mich leben könnt, weil Ich euch die ganze Zeit erhalte. Wenn ihr jedoch so gut, so ergeben und ein solch liebender Mensch werdet, dass Ich nicht ohne euch leben kann, dann hat eure Hingabe Früchte getragen und ist gereift. Das ist wahre Hingabe. Werdet solche Devotees, dass Gott zu euch kommen sollte. Gott sollte reisen und außerstande sein, wegzubleiben. Ihr solltet nicht hinter Gott nachlaufen: Gott sollte euch hinterherrennen!

Man kann fragen: „Ist das überhaupt möglich?“ Ja, das ist es! Die Gopikas waren so. Krishna rannte ihnen nach – sie rannten nicht Krishna nach. Er fand jede Entschuldigung, jeden Grund, um sich aufzumachen und die Gopis und Gopalas zu treffen.

Macht euch selbst so rein, dass Gott hinter euch herlaufen wird. Das ist es, was Ich möchte.

Die Devotees aus Europa – von allen Ländern insbesondere die spanischen Menschen – lieben Gott sehr. Gott liebt sie auch sehr. Sie haben laut gerufen: „Te amo, Te amo!“

Ich antworte auch: „Te amo, te amo!“

Das ist es, worum es im Leben geht: Gott zu lieben und von Gott geliebt zu werden. Alles andere ist Zeitverschwendung. Nichts macht größere Freude, als Gott zu lieben und von Gott geliebt zu werden. All die verschiedenen Arten von Liebe sehen wie Liebe aus, aber sie sind keine wahre Liebe – genauso, wie nicht alles, was glitzert, Gold ist.

Wahre Liebe ist Liebe zu Gott.

 

Barcelona, Spanien, 3. – 5. Juli 2019

WERDEN WIR AUTOMATISCH BESSER, WENN WIR SEVA MACHEN?

FRAGE II

Pranams, Swami! Du hast gesagt, dass es ausreicht, Seva zu machen und Gutes zu tun, nicht wahr? Aber wir müssen uns auch bemühen, besser zu werden, oder?

Oder geschieht das automatisch, wenn wir Seva machen?

ANTWORTRT

Swami: Du sprichst darüber, wie man gut sein kann? Sollte man auch versuchen, gut zu sein, während man versucht, Gutes zu tun? Ist es das, was du fragst?

Devotee: Ja, um uns selbst zu verbessern?

Swami: Ich sage, Du solltest beides tun. Wenn du gut bist, dann wirst du ganz natürlich auch Gutes tun. Wenn du Gutes tust, wirst du natürlich auch gut sein.

Wie auch immer, fang einfach an. Praktiziere dein Sadhana, verbessere dich, reinige dein Herz und das wird dich dazu bringen, Gutes zu tun. Tue immer so viel Gutes wie möglich und du wirst auf natürliche Weise besser werden. Das ist genug.

Hier ist eine einfache Formel: Sei gut, tue Gutes. Wenn du gut bist, dann wirst du auf natürliche Weise Gutes tun. Wenn du Gutes tust, wirst du auf natürliche Weise gut.

So kann es für dich zu Sadhana werden, indem du bewusst versuchst, Gutes zu tun.
Es ist nicht so, dass du eines Tages in eine Situation kommst und denkst: „Okay, ich erinnere mich, dass Baba gesagt hat, wir sollten etwas tun“.

Nein, so ist es nicht. Erinnere dich bewusst daran: „Ich muss Gutes tun. Ich muss helfen. Ich muss dienen.“ Wenn du das täglich tust, wirst du dich ständig verbessern; du wirst dich damit automatisch verbessern.

 

Ottawa, Kanada 13.06.2019

Heben sie sich gute und schlechte taten gegenseitig auf?

FRAGE I

Nehmen wir an, jemand tut etwas Schlechtes und bekommt „Minuspunkte“. Dann gleichen wir das aus, indem wir etwas Guten tun. Heben sie sich gegenseitig auf?

ANTWORTRT

Swami: Die Person wird beides erfahren müssen. Das hebt sich nicht auf! Wenn du etwas Schlechtes getan hast, wirst du als Ergebnis etwas Leid erfahren müssen ‒ und wenn du etwas Gutes getan hast, dann wirst du dadurch etwas Freude erfahren. Du wirst beides erleben müssen. Das ist die Wahrheit.

Dasharatha hatte Shravan Kumar aus Versehen getötet und war trotzdem verflucht, obwohl er so viele gute Dinge getan hatte. Als großer König regierte er mit Gerechtigkeit und tat viel Gutes für andere. Auf diese Weise wurde er der Vater von Lord Rama.

Aber sieh dir die eine schlechte Tat an, die er getan hat.

Diese schlechte Tat führte dazu, dass er ein tragisches Schicksal erlebte. Er erlebte auch das Gute, denn er konnte Rama zeugen und ihn aufwachsen sehen und freudig Ramas Nähe als seinen eigenen Sohn erleben.

Am Ende jedoch musste er diese Nähe wegen dieser einen schlechten Tat aufgeben.

In diesem Sinne wird Gutes mit Gutem belohnt, aber Schlechtes wird auch Schlechtes zur Folge haben. Glaubt nicht, dass es sich gegenseitig aufhebt und ihr Schlechtes durch Gutes ausgleichen könnt. So funktioniert es nicht. Jedes hat seinen eigenen Weg und seine eigene Belohnung.

Was sagt Shankaracharya? „Bhaja Govindam, Bhaja Govindam“ – erinnere dich immer an Gott! Als erstes solltet ihr euch in gute Gesellschaft begeben. Das ist sehr, sehr wichtig. Nur dann werden eure Gedanken gut sein.

tyaja durjana samsargam bhaja sadhu samagamam
kuru punyam aho ratram smara nityam anityatam

  • Fliehe vor schlechter Gesellschaft.
  • Suche immer gute Gesellschaft und bleibe in ihr.
  • Vollbringe Tag und Nacht gute und edle Taten.
  • Unterscheide stets zwischen dem Dauerhaften und dem Vergänglichen.

Das Schlechte aufzugeben bedeutet, diejenigen aufzugeben, die negative Gedanken haben.

Gleichzeitig sei in der Gesellschaft derer, die gute Taten vollbringen, die Gutes denken und Gutes sagen.

Tue Tag und Nacht nur Gutes und erinnere dich immer daran, was real und was nicht real ist, was es wert ist, angestrebt zu werden und was es wert ist, verworfen zu werden.

Wende diese Unterscheidung beständig an.

Shankaracharya hat diese vier Prinzipien gelehrt, und so solltet auch ihr sie befolgen.

Göttlicher Besuch – Singapur, 27.August 2019