mandala_1 Auszüge aus den göttlichen Reden / Juni 2023

Auszug aus der Rede in Malaysia

30. September 2015

 

 Viele Menschen, die die Welt als eine Last empfinden, wollen sich in die Wälder zurückziehen, um zu Gott zu gelangen. Wenn ihr Gott nicht inmitten der Menschen finden könnt, die die höchste Schöpfung Gottes sind, wie wollt ihr Ihn dann inmitten wilder Tiere im Dschungels finden? Wenn ein Mensch Gott nicht in seinen Brüdern und Schwestern sehen kann, wie soll er oder sie dann Gott in den Tiefen eines dunklen Waldes finden?

Ihr könnt zu Gott gelangen, indem ihr Selbstlosigkeit entwickelt und den Egoismus aufgebt. Narasimha Murthy sagte gerade: „Wenn ihr Swami wollt, betet zu Ihm, sehnt euch nach Ihm und ihr werdet Ihn gewiss erreichen.“ Was er sagt, ist wahr. Gott ist kein Spielzeug, mit dem ihr spielen könnt, wenn ihr nichts Besseres zu tun habt, indem ihr betet und spielt und dann zu euren eigenen weltlichen Wegen zurückkehrt. Ihr solltet nicht nur in Zeiten der Not nach Gott suchen. Er sollte zu eurem beständigen Verlangen werden. Auf diese Weise werdet ihr Gott sehen und erfahren können.

Devotees wollen gerne Abkürzungen, um zu Gott zu gelangen, aber auch wenn es in der Welt Abkürzungen geben mag, gibt es keine Abkürzungen in der Spiritualität ‒ es sei denn, man hat alle Wünsche aufgegeben. Dann bleibt nur ein Wunsch übrig ‒ Gott zu sehen und zu erfahren. Es gibt keinen anderen Weg, wie man Ihn begreifen kann. Wenn man zu solch einer Sehnsucht und Intensität des Gebets fähig ist, nimmt Gott eine physische Form an und kommt zu seinen Devotees herab.

Gott hat seinen Teil der Abmachung bereits erfüllt, indem er dorthin kam, wo ihr ward. Jetzt ist es eure Aufgabe, Gott dort zu sehen, wo Er wirklich ist. Wenn ihr den Krishna fangen wollt, der die Butter stiehlt, müsst ihr den Fußspuren Krishnas in der Butter folgen. Auf diese Weise konnte Mutter Yashoda den unartigen Krishna fassen.

Wenn ihr Mich erreichen wollt, müsst ihr auch Meinen Fußspuren folgen. Meinen Fußspuren der Liebe und des Dienens müsst ihr folgen und wenn ihr in meinen Fußstapfen wandelt, werdet ihr Mich definitiv erreichen.

Meine Devotees sollten sich danach sehnen, Mir lieb zu sein, denn wenn ihr Mir lieb seid, werdet ihr Mir nahe sein. Nähe bedeutet nicht, dass man geliebt wird. Viele Menschen haben viele Jahre mit Mir gelebt und sich zum Affen gemacht, weil sie dachten, sie seien Mir so sehr zugetan.

Wahrhaftig, ich muss solche Menschen in Meiner Nähe halten, damit sie nicht nach draußen gehen und andere belästigen! Es ist nicht immer so, dass diese Menschen Mir so lieb sind, aber um Meine Devotees draußen zu retten, muss Ich die Last auf mich nehmen, bestimmte Menschen um Mich herum zu halten, so wie Shiva eine Schlange um Seinen Hals trägt, damit sie andere nicht beißt!

Ihr müsst daran denken, dass die Liebe zu Gott viel wichtiger ist als die Nähe zu ihm. Wenn du Gott lieb bist, brauchst du nicht zu versuchen, dorthin zu gehen, wo Gott ist, denn Gott wird an deiner Seite sein, wo immer du bist.

In der Tat möchte Gott viel mehr mit dir zusammen sein, als du mit ihm zusammen sein möchtest.

Ein Devotee ist nicht derjenige, der fühlt: „Gott wohnt in meinem Herzen.“ Das ist wahr – denn Gott wohnt in jedem Herzen, in jedem Atom – aber ein echter Devotee ist jemand, der sagen kann: „Ich wohne in Gottes Herz“ – dann ist er wirklich ein Devotee.

Sri Sathya Sai Uvacha – Band 14 -Vortrag 1 – 30 September, 2015 – Malaysia