Saiprakashana Buchclub

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mandala_1 Fragen und Antworten / Mai-Juni mandala_1

Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um uns Auf das goldene zeitalter vorzubereiten?

 FRAGE IV

In Deinen Reden hast Du mehrmals über das Goldene Zeitalter gesprochen und auch Mr. Tigrett hat in einigen seiner Videos darüber gesprochen. Könntest Du uns bitte etwas dazu sagen, uns einen Zeitrahmen nennen und uns sagen, ob es irgendetwas gibt, das wir tun können, um uns darauf vorzubereiten? (Gelächter)

 

ANTWORTRT

Swami:

Das ist genau das, was ich gefragt habe! Wann kann das Goldene Zeitalter kommen? Wann werdet ihr golden werden?

Wenn alle Herzen golden werden, wird das Goldene Zeitalter anbrechen. Wenn die Menschen göttlich werden, wird dies das Goldene Zeitalter einläuten. Wenn jeder das Selbst und die Göttlichkeit im Inneren und Äußeren verwirklicht, dann wird dies das Goldene Zeitalter beginnen.

Das Goldene Zeitalter wird also nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Augenblick kommen. Es wird immer dann eintreten, wenn die Menschen beginnen, sich zu verändern. Die Zeit wird kommen, in der die ganze Welt göttlich erscheinen wird, weil alle das wahre Einssein erkannt haben. Dann wird die ganze Welt die „Goldene Welt“ oder das „Goldene Zeitalter“ genannt werden.

Wahrlich, es hängt von den Individuen ab. Wenn sich die Erde dreht, fällt das Licht zuerst auf Amerika, denn in Amerika geht die Sonne auf. Dreht sich die Erde ein wenig weiter, fällt das Licht auf Japan, China, den Nahen Osten oder Afrika. Wenn sich die Erde dreht, fällt das Licht auf diesen Teil der Erde und erleuchtet ihn. Wenn jemand beginnt, sich Gott zuzuwenden, wird dies das Goldene Zeitalter für diese Person sein. Die Art und Weise, in der sich diese Person verändert, ist die Art und Weise, wie ihr die Veränderung in der Welt sehen werdet.

Yad drishti tat srishtiwie deine Wahrnehmung ist, so ist die Welt.

Für diese Person wird also alles golden aussehen, trotz aller Schwierigkeiten. Nach und nach, wenn sich immer mehr Menschen verändern, werdet ihr diese Veränderung in der Gesellschaft sehen. Für eine große Anzahl von Menschen, die dies erleben werden, ist es nicht mehr weit – es hat bereits begonnen. Die menschliche Hinwendung zum Göttlichen hat bereits begonnen. Es ist nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis ihr sehen werdet, dass mehr und mehr Menschen vom materialistischen Leben die Nase voll haben und von den täglichen Wünschen frustriert sind.

Sie werden sich auf der Suche nach einer höheren Antwort Gott zuwenden, weil sie alles versucht haben, um in dieser Welt glücklich zu werden, weil sie dachten, dass Reichtum, Familie, eine bessere Position, mehr Komfort oder Macht sie glücklich machen würden. Sie haben alles versucht, um glücklich zu sein, aber sie konnten das Glück nicht finden.

Jetzt werden sie es mit Gott versuchen, denn das ist es, was sie nicht versucht haben. Sie alle werden sich Gott zuwenden, um größeres Glück zu finden. Wenn die Menschen sich umdrehen, so wie die Erde sich dreht, langsam, Land für Land, wird die Welt golden werden. Das geschieht jetzt. Ihr werdet diese plötzliche Veränderung sehr bald sehen. In weiteren 50 Jahren werdet ihr sehen, wie sich die ganze Welt vollommen in einen sehr spirituellen Ort verwandelt. Es hat bereits begonnen.

Atlanta, USA | 22 June, 2018 

Was können wir in der Meditation tun, damit wir uns mit Dir verbinden können?

FRAGE III

Swami, Du rätst uns immer, zu meditieren. Die Stufen der Meditation sind Konzentration, Kontemplation und Meditation ‒ aber wir wissen nicht, wie wir üben sollen. Was können wir in der Meditation tun, damit wir uns mit Dir verbinden können? Ich spreche immer mit Dir, aber es ist ein einseitiges Gespräch. Ich höre nie Deine Stimme. Jedes Mal versuche ich zuzuhören, aber es gelingt mir nicht.

 

ANTWORTRT

Swami: Du hast recht, dass es drei Stufen gibt: die erste ist Konzentration, die zweite ist Kontemplation und die dritte ist Meditation. Was ist Konzentration? Dein Geist sollte in deinem Körper und in deinem Herzen konzentriert sein. Wenn der Körper, der Geist und das Herz gleichzeitig am selben Ort sind, ist das Konzentration. Wenn der Körper hier ist, der Geist woanders und das Herz wieder irgendwo anders, ist das keine Konzentration, sondern Konfusion! Wie erreicht man Konzentration?

Ein Junge fragte Mich: „Swami! Ich kann mich im Unterricht nicht konzentrieren. Was auch immer ich höre, ich vergesse es im selben Moment. Bitte schenke mir Konzentration.“

Ich antwortete: „Wenn du isst, nimmst du das Essen in deinen Mund, nicht wahr? Du steckst es nicht in deine Nase und deine Ohren! Du kannst dich also konzentrieren, während du etwas isst. Wenn du Fußball spielst, schießt du den Ball in das gegnerische Tor, nicht in dein eigenes. Also konzentrierst du dich. Du gehst nicht rückwärts, du schläfst nicht kopfüber. Bei all diesen Dingen schaffst du es, dich zu konzentrieren. Aber wenn es um dein Studium geht, verlierst du die Konzentration.

Das liegt daran, dass du kein Interesse daran hast. Du hast kein Interesse, weil du den Wert nicht erkennst. Wenn du den Wert einer Sache erkennst, wirst du Interesse daran entwickeln und dein Herz wird mitziehen. Wenn das Herz mitmacht, bringt es den Verstand und den Körper zusammen.“

Deshalb müsst ihr zuallererst Interesse entwickeln. Wenn ihr Interesse an Mir und an der inneren Methode des Sprechens und der Unterhaltung mit Mir entwickelt, weil ihr deren Wert erkennt, dann werden euer Körper und euer Verstand folgen. Zuerst sollte das Interesse in eurem Inneren entstehen ‒ es muss von Herzen kommen. Das Herz wird nur aufgehen, wenn ihr den Wert erkennt.

Wenn dein Vater dir einen 500-Rupien-Schein gibt und du ihn in deiner Tasche behältst, wirst du jede zweite Minute überprüfen, ob der Schein in deiner Tasche ist oder nicht, weil du daran interessiert bist, ihn zu behalten. Weil du seinen Wert kennst.

Wenn dir hingegen ein Lehrer ein Papier zum Lernen gibt, wird dieses Papier noch im Klassenzimmer verloren gehen. Du wirst eine Woche lang danach suchen, weil du seinen Wert vielleicht nicht verstehst. Du erkennst seinen Wert nur vor Prüfungen.

Wenn du den Wert der Dinge kennst, dann wirst du Interesse an ihnen entwickeln. Wenn du Interesse entwickelst, wird dein Herz involviert sein. Wenn dein Herz involviert ist, werden sich dein Kopf und deine Hände automatisch dem Herzen anschließen. Entwickelt dieses Interesse, indem ihr den Wert der Dinge erkennt.

Heute leite ich euch auf diese Weise an, aber ist es möglich, dass ihr euer ganzes Leben lang von Gott geführt werdet? Wie werdet ihr dann euer Leben führen? Werdet ihr eure Augen immer geschlossen halten und denken, dass ihr blind seid? Oder werdet ihr euch bemühen, eure Augen zu öffnen und die Wahrheit selbst zu erkennen? Wenn ihr wisst, dass der einzige Weg, euer Leben zu führen, darin besteht, euch mit Gott im Inneren zu verbinden, werdet ihr den Wert der Meditation erkennen. So könnt ihr Konzentration entwickeln.

Ihr werdet es vielleicht nicht gleich beim ersten Versuch schaffen, aber irgendwann wird es euch gelingen.

Was den „Einbahnstraßenverkehr“ betrifft – es ist kein Einbahnstraßenverkehr. Tatsächlich sollte es überhaupt keinen Verkehr geben. Bleibt einfach schweigend sitzen. Wozu die große Eile, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen? Bleibt einfach schweigend sitzen und lasst Gott zuerst sprechen. Warum wollt ihr das Gespräch beginnen? Lasst Gott das Gespräch beginnen, und wenn Er sich entscheidet, nicht zu sprechen, dann seid einfach still. Das ist die Art und Weise, wie ihr das Gespräch aufbauen solltet. Habt es nicht eilig, Fragen zu stellen; meditiert nicht nur, wenn ihr Zweifel und Fragen habt. Meditiert einfach so, wie ihr meditieren würdet, auch wenn ihr keine Zweifel oder Fragen hättet.

Würdet ihr euer Essen nicht essen, wenn die Essensglocke läutet? Ob ihr nun hungrig seid oder nicht, ihr müsst euer Essen pünktlich essen. Genauso müsst ihr meditieren. Nicht um ein paar Probleme zu lösen und auch nicht, um sich über die inneren Antworten zu freuen. Es ist nur der Versuch, schweigend in der Nähe des Göttlichen zu sitzen. Lass das Göttliche sprechen, was es sprechen will. Manchmal, wenn deine Eltern anrufen, hören sie nicht auf zu reden. Du musst weiter zuhören, weil sie dir nie die Chance geben zu sprechen. Gebt Gott die Chance, zuerst zu sprechen. Dann ‒, wenn es nötig ist ‒ könnt ihr sprechen.

10 – 25. Juli 2015 (Vormittag) – Muddenahalli – Sri Sathya Sai Uvacha – Band 12

Swami, wie unterscheiden wir zwischen Erfahrung und Vorstellung?

FRAGE II

Swami, wie unterscheiden wir zwischen Erfahrung und Vorstellung?

 

ANTWORTRT

Swami: Wenn du dir vorstellst, dass du etwas isst, wird dein Magen dann gefüllt werden? Du kannst es dir vorstellen, aber dein Magen wird leer bleiben. Nur das Essen wird deinen Magen füllen.

Genauso ist es, wenn du dir spirituellen Fortschritt nur vorstellst. Dein Geist wird dann nicht friedvoll werden, dein Herz wird die Glückseligkeit nicht erfahren.

Wenn du ihn wirklich erlebst, wird dein Herz die Glückseligkeit erfahren und dein Geist wird im Frieden sein. Das kannst du nicht durch Vorstellungskraft erreichen. Du musst es erfahren.

Wie unterscheidest du zwischen Vorstellung und Erfahrung?

Vorstellungskraft ist sehr oberflächlich und kurzlebig. Du magst dir vorstellen, dass du Chapati isst ‒ du magst dir vorstellen, dass du Kuchen isst ‒ aber wenn kein Chapati oder Kuchen in deinem Magen ist, wirst du in dem Moment, in dem du deine Augen öffnest, die Wahrheit erkennen.

Wenn du die Wahrheit erlebt hast, wird sie dich für immer begleiten.

11. Mai, 2015 (Morgens) – Kodaikanal – Sri Sathya Sai Uvacha – Volume 10

Wir sehen, wie skrupellose Menschen in kürzester Zeit erfolgreich sind. Für gute Menschen dauert es sehr lange. Warum ist das so, Swami?

FRAGE I

Wir sehen, wie skrupellose Menschen in kürzester Zeit erfolgreich sind und enorme Erfolge erzielen, zum Beispiel im Berufsleben. Für gute Menschen dauert es sehr lange. Warum ist das so, Swami?

 

ANTWORTRT

Swami: Schau, Bangaru (goldener Mensch)! In vielerlei Hinsicht ist das, was du als Erfolg betrachtest, gar kein Erfolg.

Lügen zu erzählen, um materiellen Erfolg zu erlangen, mit Gier dem falschen Weg zu folgen, um befördert zu werden – ist das Erfolg? Ist es Erfolg, mit unlauteren Mitteln Geld zu verdienen und alle möglichen Annehmlichkeiten und Luxusgüter anzuhäufen?

Solche Menschen mögen äußerlich erfolgreich erscheinen, aber in ihrem Geist führen sie ein ruheloses Leben.

Ein Mensch war mit großer Geschwindigkeit auf der Straße unterwegs. „Wohin gehst du?“ fragte Ich ihn. Er sagte: „Ich fahre nach Bengaluru.“ Ich sagte ihm: „Das ist die Straße nach Hyderabad, nicht nach Bengaluru.“ Er antwortete: „Das interessiert mich nicht. Ich bin sehr schnell unterwegs, das reicht mir aus. Das gibt mir ein Gefühl von Zielstrebigkeit.“

Wozu soll das gut sein? Selbst wenn er schnell fährt, ist das nur Zeit-, Geld- und Benzinverschwendung. Am Ende wird er Hyderabad erreichen, nicht Bengaluru!

Wenn ihr glaubt, dass jemand, der ein großes Auto hat und schnell fährt, erfolgreich ist, liegt ihr falsch. Ihr könnt vielleicht nicht sehen, dass er den falschen Weg einschlägt, aber irgendwann wird er einen Unfall haben. Ihr werdet es vielleicht nicht merken, aber er wird sein eigentliches Ziel nicht erreichen. Ihr solltet euch nicht verrückt machen, indem ihr euch mit dem sogenannten Erfolg anderer vergleicht.

Diese Menschen befinden sich auf dem falschen, dem adharmischen Weg. Das mag sehr verlockend erscheinen, aber letztlich ist es gefährlich. Was hat den Kauravas gefehlt? Was fehlte Kamsa? Was fehlte Ravana? Was fehlte Hiranyakashipu? Am Ende musste jeder von ihnen einen unrühmlichen Tod durch die Hand Gottes erleiden.

Was du heute als Erfolg ansiehst, ist nur ein vorübergehender Verstandeserfolg, kein Herzenserfolg.

Wenn ihr euch wirklich mit anderen vergleichen wollt, dann schaut euch Männer an, die sich aufopfern, Männer, die selbstlos dienen. Vergleicht euch mit ihnen, die euch sagen werden, dass sie ihr Leben mit großem Glück führen. Messt euren eigenen Erfolg an ihnen und stellt sicher, dass ihr in gleichem Maße Opfer bringt, um euch dieses Glück zu verdienen.

29. Mai 2015 (Abend) – Muddenahalli – Sri Sathya Sai Uvacha – Band 11