mandala_1 Auszüge aus den göttlichen Reden / Juli 2023

Auszug aus der Rede in Muddenahalli

31. Januar 2016

 

sarve bhavantu sukhinaha sarve santu niramayah

sarve bhadrani pashyanthu ma kaschit dukha bhag bhavet

(Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein. Möge niemand Schwierigkeiten, Mühen oder Widrigkeiten ausgesetzt sein. Möge jeder überall nur Gutes sehen. Möge niemand in seinem Leben Kummer oder Elend erleiden.)

 

Verkörperungen der göttlichen Liebe!

Denen, die dir helfen oder irgendeine Arbeit für dich erledigen, zollst du nicht nur Anerkennung für das, was sie getan haben, sondern bringst ihnen auch herzliche Dankbarkeit entgegen. Wenn du jedoch genau hinschaust, wirst du erkennen, dass alle Dinge in der Welt aus dem göttlichem Willen heraus geschehen.

Vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung sind dein Herzschlag und deine Atmung die Grundlage deines gesamten Lebens. Die Nahrung, die du zu dir nimmst, wird dank des Willens Gottes verdaut und nährt dich. Gott hat die fünf Elemente und das gesamte Universum erschaffen, doch er nimmt von niemandem auch nur eine Rupie als Gegenleistung an.

Heute nimmt der Mensch die fünf Elemente nicht als Geschenke des Schöpfers wahr, sondern versucht, sie zu beherrschen. Während die Wissenschaft rasant voranschreitet, vergisst der Mensch seine Spiritualität. Er macht sich all das zunutze, was Gott geschaffen hat und ist sehr stolz und arrogant bezüglich seines eigenen Wissens. Da Gott alles für euer Leben kostenlos zur Verfügung gestellt hat, solltet ihr Ihm, der so viel gegeben hat, nicht eure Dankbarkeit erweisen?

Auf Gottes Erde baut die Regierung Straßen und erhebt dann eine Straßensteuer, aber die Menschen vergessen, Gott dafür zu danken. Alles Wasser kommt von Gott, aber die Regierung liefert dasselbe Wasser und kassiert Gebühren von den Menschen, und die Menschen sind der Regierung dafür dankbar, aber sie vergessen, Gott dafür zu danken. In Zukunft könnte es passieren, dass die Regierung sogar auf den Sauerstoff, den ihr atmet, Steuern erhebt und ihr werdet sie bezahlen, aber ihr vergesst, dass es Gott war, der den Sauerstoff geschaffen hat.

Gott gibt euch all das in Hülle und Fülle ‒ die fünf Elemente und das Sonnenlicht mit so viel Liebe. Mit diesem Verständnis solltet ihr für diese Gaben dankbar sein. Alles, was Gott zur Verfügung stellt, geschieht aus „Liebe ohne Pflicht“.

Was könnt ihr Gott, der alles geschaffen hat, anbieten? Welchen Dienst könnt ihr leisten und welche Liebe könnt ihr Ihm geben? Der beste Weg, Gott zu lieben, besteht darin, alle zu lieben und allen zu dienen. Wenn ihr alle liebt und allen dient, ist das die Dankbarkeit, die ihr Gott entgegenbringen könnt.

Unter allen Spezies ist das menschliche Leben am wertvollsten. Ihr solltet diesen großen Wert des menschlichen Lebens erkennen und euren Mitmenschen dienen. Erst dann habt ihr den Wert von Gottes Geschenk an euch erkannt. Alle Menschen gleichermaßen zu lieben, ohne jedes Gefühl der Andersartigkeit, ohne das Gefühl der Feindseligkeit gegenüber irgendjemandem, ist die eigentliche Dankbarkeit, die ihr Gott entgegenbringen könnt.

Shareeramadhyam khalu dharma sadhanamder Körper ist die Grundlage für alle rechtschaffenen Handlungen.

Einmal reisten zwei Könige aus entgegengesetzten Richtungen und trafen an einer Stelle aufeinander. Zu jener Zeit waren die Straßen sehr schmal, so dass nur ein Wagen zur gleichen Zeit passieren konnte. Die Könige konnten sich nicht einigen, wer dem anderen den Vortritt lassen sollte. Der eine war der König von Kosala und der andere der König von Kashi.

Der eine König sagte: „Wir müssen eine Lösung finden, ohne dass jemand zu Schaden kommt.“
Die Wagenlenker berieten sich und kamen überein, dass der König mit dem edleren Charakter zuerst Vorfahrt erhalten sollte.

Der Wagenlenker des Königreichs Kosala sagte: „Unser König ist ein Mann mit großem Charakter, sehr wohlhabend und sehr gebildet. Außerdem ist er sehr gut zu denen, die gut zu ihm sind.“

Der Wagenlenker des Königs von Kashi antwortete: „Mein König ist auch ein Mann mit großer Bildung, Weisheit, Charakter und Tapferkeit. Der einzige Unterschied ist, dass er sich auch um die kümmert, die nicht gut zu ihm sind, und ihnen gegenüber Mitgefühl zeigt.“

Es ist normal, dass man gut zu den Menschen ist, die gut zu einem sind. Das wahre manava dharma besteht darin, auch zu denen gut zu sein, die dich mit Verachtung und Eifersucht behandeln. Gott ist nichts anderes als Liebe, Liebe und Liebe. Er kalkuliert nicht über Geben und Nehmen. Er liebt jeden und gibt jedem, was er braucht, ohne zu differenzieren.

Heute waren sevadal (Freiwillige) auf der Bühne. Ihr denkt vielleicht, dass sie keine Arbeit oder Verantwortung haben und deshalb kommen, um zu dienen. Das ist nicht richtig. Alle diese Freiwilligen haben wichtige eigene Aufgaben, aber sie sind völlig uneigennützig hierher gekommen. (Beifall) Sie haben ihre Arbeit und ihre Familien, aber weil Swami hier ist und sie braucht, kommen sie und leisten ihren Dienst.

Geld ist für Mich nicht wichtig. Geld kommt und geht ‒ Moral kommt und wächst. (Beifall)

Der Mensch ist wertvoller als alle Reichtümer der Welt. Wenn wir solche selbstlosen und loyalen Freiwilligen haben, wird es hier an nichts fehlen. Der Mensch ist ein Glied der Gesellschaft. Er erhält seine Ausbildung und verdient seinen Lebensunterhalt in der Gesellschaft. Deshalb sollte er auch der Gesellschaft ‒ und vor allem Gott ‒ seine Dankbarkeit entgegenbringen.

Wenn du am Morgen aufwachst, solltest du zu Gott beten: „Oh Herr, Du hast mir einen neuen Tag geschenkt. Lass mich immer nach Deinem Willen handeln und Dir in Dankbarkeit für alles, was Du mir gibst, alles darbringen.“

Bevor du zu Bett gehst, bete zu Gott: „Ich habe versucht, den Tag, den Du mir geschenkt hast, in einer Weise zu nutzen, die für Dich annehmbar ist, Herr. All das lege ich Dir zu Füßen. Bitte nimm diese Opfergabe an.“

Ihr werdet nur dann Erfüllung in eurem Leben finden, wenn ihr von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang immer an Gott denkt. Auf dem Schild steht geschrieben: „Liebe alle, diene allen“.

Es geht nicht nur darum, dass ihr nur die Menschen liebt, die euch lieben, oder nur denen dient, die euch dienen. Ihr solltet alle lieben und allen dienen. Dann wird Gott glücklich sein. Ihr solltet einen allumfassenden Geist entwickeln und denken, dass jeder ein Teil von euch ist. Das wird eure Dankbarkeit gegenüber Gott ausdrücken, und Gott wird glücklich sein.

31. Januar 2016 (Abend) Sonntags-Satsang, Muddenahalli