mandala_1 Auszüge aus den göttlichen Reden / Oktober 2023 mandala_1

Auszug aus der Rede in Muddenahalli

21. Januar 2015

Man kann alle Gelehrsamkeit erlernen und beherrschen und jedes Publikum, zu dem man spricht, mit seinem Wissen überwältigen

man kann große Tapferkeit besitzen und Schlachten gegen seine Feinde schlagen

man kann als König geboren werden und über Königreiche herrschen

man kann Tausende von Kühen für wohltätige Zwecke spenden

man kann die Anzahl der Sterne am Himmel zählen

man mag in der Lage sein, alle Tierarten der Welt zu benennen

aber kann der Mensch seinen Körper und seine Sinne beherrschen, seinen Geist nach innen wenden und in einem Zustand der beständigen und reinen Verbindung mit seinem wahren Selbst bleiben?

(Telugu-Gedicht)

Heute hat der Mensch seine ihm innewohnende göttliche Natur vergessen und identifiziert sich stattdessen mit dem Körper und vergisst das innere Erleben der göttlichen Liebe. Er versucht ständig, sich körperliche Annehmlichkeiten zu verschaffen, weil er glaubt, dass der Körper die einzige Wirklichkeit ist. Er versucht nicht einmal, ein wenig über sich selbst und den Atma herauszufinden, noch genießt er die angeborene göttlich-atmische Glückseligkeit, die seine wahre Natur ist.

Die Veden haben die folgenden vier wichtigen Aussagen gemacht:

1. aham brahmasmiIch bin Brahman

2. ayam atma brahmaDieser Atma ist auch Brahman

3. prajnanam brahmaHöchstes Bewusstsein ist Gott

4. tat tvam asiDu bist Das

Der Mensch hat diese ewigen Wahrheiten vergessen und denkt, dass Name und Ruhm die ultimative Wirklichkeit sind. Aus diesem Grund ist der Mensch in seinem Streben nach diesen Dingen allen möglichen Arten von Leiden ausgesetzt.
Ich habe euch immer gelehrt, dass eure wahre Natur die Göttlichkeit selbst ist. Ich habe euch als
‚divyatma swaroopulara‘ (Verkörperungen des göttlichen Atma), ‚prema swaroopulara‘ (Verkörperungen der göttlichen Liebe) und ‚ananda swaroopulara‘ (Verkörperungen der göttlichen Glückseligkeit) angesprochen, aber niemals als ‚Auto swaroopulara‘ (Verkörperungen von Autos) oder ‚Bungalow swaroopulara‘ (Verkörperungen von Bungalows) oder ‚Money swaroopulara‘ (Verkörperungen von Geld).

Warum könnt ihr diese Wahrheit nicht erkennen? Wodurch habt ihr eure Weisheit verloren und woher habt ihr diese Unwissenheit?

All das liegt an eurer Anhaftung an den Körper oder das Körperbewusstsein. Ihr müsst denken: Obwohl der Körper zu mir gehört, bin ich nicht der Körper. Die Uhr gehört mir, aber ich bin nicht die Uhr. Das Hemd gehört mir, aber ich bin nicht das Hemd.‘
Genauso wichtig ist es, zu wissen: Der Körper gehört mir, aber ich bin nicht der Körper.

‚deho devalaya prokto jeevo deva sanatanaha‘ ‒ der Körper ist ein Tempel und der Bewohner ist niemand anderes als Gott selbst. Es ist nichts Falsches daran, den Körper zu verehren, zu schützen und sich um sein Wohlergehen zu kümmern, so wie man sich um den Tempel kümmert und ihn verehrt.
‚paropakarartham idam shareeram‘ ‒ der Körper ist dir gegeben worden, um anderen zu helfen.

Solange du ihn als einen Tempel Gottes behandelst und ihn benutzt, um anderen zu dienen, kannst du sicher sein, dass du den Körper gut nutzt.

Es zeugt jedoch von vollkommener Unwissenheit zu glauben, dass der Körper die wahre Form des Menschen ist und dass man sich stets darum bemühen muss, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Der Geist ist angefüllt von vielen Arten der Begierde. Er denkt ständig an den Körper und seine Bedürfnisse und arbeitet ständig sehr hart daran, diese zu befriedigen. Alle Wünsche des Geistes gehen in unterschiedliche Richtungen, so wie die Atome in einem Stück Eisen in unterschiedliche Richtungen weisen. Infolgedessen ist es nicht möglich, sich zu konzentrieren.

Konzentration ist sehr wichtig.

Was ist diese Konzentration? Konzentration bedeutet, all deine Gedanken und Wünsche auf eine Sache auszurichten. Die magnetische Kraft in dir wird nur dann entstehen, wenn dir dies gelingt. In einem Magneten sind alle Atome in eine Richtung ausgerichtet. Wenn die Atome nicht in eine Richtung ausgerichtet sind, bleibt es ein Stück Eisen, es wird nicht zum Magneten. Wenn du deinen ganzen Geist auf Gott konzentrierst, wenn du in der göttlichen Gegenwart bist, wirst du in der Lage sein, alle deine Wünsche in einen einzigen Wunsch zu verwandeln: das Verlangen nach Gott.

Sri Sathya Sai Uvacha ‒ Band 11 ‒ Diskurs 1 ‒ 21. Mai 2015 ‒ Muddenahalli