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mandala_1 Fragen und Antworten / Januar-Februar mandala_1

Swami, wie kann man den Geist beruhigen, wenn man eine Entscheidung zu treffen hat?

 

FRAGE IV

Swami, wie kann man den Geist beruhigen, wenn man eine Entscheidung zu treffen hat? Manchmal treffen wir die Entscheidung etwas zu tun und sagen es sogar Swami, aber dann können wir es nicht durchhalten. Der ehrenwerte Narasimha Murthy sagte, dass wir ins Schwanken geraten, wenn wir einem falschen Gedanken folgen.

 

ANTWORTRT

Swami:

Der Geist ist von Natur aus nicht stabil. Feuer hat seine Natur, Wasser hat seine Natur, Wind hat seine Natur; alles hat seine eigene Natur. Die Natur des Geistes ist chanchala – er verändert sich ständig, unfähig, stabil zu bleiben.

Krishna selbst sagte, dass es schwieriger ist, den Geist zu kontrollieren, als den Wind. Zuerst akzeptiere, dass der Geist so ist – es benötigt also offensichtlich Anstrengung.

Stabilität des Geistes kann ohne Anstrengung nicht erreicht werden.

Wie machst du das? „Wie kontrolliere ich den Geist?“ ist die Frage, die Arjuna Krishna stellte, woraufhin dieser antwortete: „abhyasena tu kaunteya, vairagyena cha gruhyate,“ nur durch ständige Übung und Loslösung kann der Geist stabilisiert werden.

Sieh, wie schnell dein Geist hierhin und dorthin springt, wenn du dich an etwas hängst. Er kann einfach nicht an einem Ort bleiben! Wenn du an irgendetwas oder jemanden gebunden bist, wird dein Geist ruhelos. Deshalb musst du lernen, dich loszulösen – und das erfordert Übung – Alles erfordert Übung.

Als du geboren wurdest, wusstest du nicht, wie man spricht, wie man geht, wie man isst, wie man sich selbst reinigt, wie man sich anzieht, bzw. wie man liest oder schreibt. Du hast all diese Dinge durch beständiges Übung gelernt.
Angenommen, du besuchst eine Schule. Am ersten Tag finden es neue Schüler normalerweise sehr schwer, Mathematik oder Schreiben zu lernen. Du gibst auf und sagst: „Es ist zu schwer! Ich gehe lieber nach Hause.“ Wenn du aufgibst, wirst du dein ganzes Leben lang ungebildet bleiben. Ebenso musst du in der spirituellen Bildung lernen, den Geist zu beherrschen.

Wie machst du das? Indem du beständig übst, ihn an denselben Ort zurückzubringen. Er rennt um die Welt und du musst ihn beobachten, wie ein Kind, das herumläuft. Warte! Solange er herum rennt, warte darauf, dass er zurück an seinen eigenen Platz kommt.

Du kannst den Geist nicht durch Gewalt kontrollieren. Je mehr du versuchst, ihn gewaltsam einzuschränken, desto mehr wirst du scheitern. Du kannst ihn jedoch an der Quelle kontrollieren.

Was ist die Quelle? Löse dich von Gedanken und der Geist wird an seinen Platz zurück kehren. Wenn du den Geist an einen Gedanken bindest, wird er herumlaufen und dich hinterher ziehen. Löse dich von Gedanken, dann wird der Geist an seinen Platz zurück kehren.
Jedes Verlangen stört den Geist – jedes Verlangen – selbst das Verlangen, hierher zum satsang zu kommen und dass Swami dich segnet. Auch das wird den Geist aus der Ruhe bringen und du wirst die Erfahrung jenes Friedens verlieren, um dessentwillen du eigentlich gekommen bist.

Also komm leer und ohne Erwartungen. Mit Übung ist das möglich. Hänge dich nicht an irgend etwas, denn du musst wissen, dass letztendlich alle Wünsche wie Blasen auf Wasser sind – früher oder später werden sie platzen. Solange sie da sind, ist es in Ordnung, sie sind da ‒ aber eines Tages werden sie alle wie Blasen zerplatzen.
Welchen Sinn macht es dann, an Dingen festzuhalten, die morgen nicht mehr da sein werden? Wäre es nicht dumm, wenn du wissentlich all deine Zeit, Energie und dein Geld für Dinge ausgeben würdest, die nicht bleiben werden?

Viele hier sind Geschäftsleute. Wie viele würden in ein Geschäft investieren, zu dem ihnen ein Freund rät, wenn diese Investition morgen wertlos wäre?

Sie würden sagen: „Was für einen Rat gibst du mir? Bist du wirklich mein Freund? Wenn ich dir Geld gebe, sollte es sich bis morgen verdoppeln, vielleicht verzehnfachen ‒ aber nicht verschwinden!“

Das ist es, was ich euch immer sage: „Ihr investiert all eure Zeit, all eure Mühe, all eure Energie in eine Illusion, die im nächsten Moment wertlos wird ‒ es wird nicht einmal die ganze Nacht dauern.“

Deshalb sagte Shankaracharya: „ma kuru dhana jana yauvana garvam harati nimeshat kalah sarvam,“ ‒ sei nicht überheblich aufgrund deines Geldes, deiner Jugend, deiner Familie oder der Beziehungen, die du hast, denn die Zeit kann alles in nur einem Moment wegnehmen.

Viele Menschen loben dich und so viele Menschen sind mit dir verbunden. Sei nicht zu stolz darauf. Investiere nicht zu viel Energie für diese Dinge.

Ja, sie sind da und das ist gut.
„Ich muss essen; ich habe Essen“ ‒ gut.
„Ich muss mich kleiden; ich habe etwas Kleidung“ ‒ gut.
„Ich brauche eine Unterkunft; ich habe ein Dach über dem Kopf “ ‒ gut.
„Ich muss hierhin oder dorthin fahren; ich habe ein Auto dafür“ ‒ gut.
„Wenn ich krank werde, habe ich die Mittel, mich behandeln zu lassen“ ‒ gut.
„Ich habe die Mittel, meine Kinder zu erziehen und meine Familie zu versorgen“ ‒ gut.

Wenn Du darüber hinaus, anfängst, dich von diesen Dingen angezogen zu fühlen und daran zu hängen beginnst, wird dich dein Geist umherwirbeln und du wirst niemals Frieden finden. Nur Stücke, kein Frieden! (only pieces, no peace)

Deshalb übe die Loslösung von den Dingen, kombiniert mit Praxis – aber auch hier ist die Loslösung sehr schwierig. Der Geist ist so beschaffen, dass er, wenn du es schaffst, dich von einer Sache loszulösen, er sich an etwas anderes anhängen will.

Daher ist der erste Schritt, sich von der Welt loszulösen und sich an Gott zu binden. Löse dich von weltlichen Gedanken und binde dich an göttliche Gedanken.

Kinder sind genauso. Sie können nicht einfach still sitzen. Angenommen, sie machen Unfug und viel Lärm. Wenn du ihnen sagst, sie sollen sich einfach hinsetzen und ruhig sein, werden sie es nicht können.

Was haben Mütter vor einigen Jahren getan? Sie haben sie von dem, was sie taten, abgelenkt, indem sie ihnen etwas anderes zu tun gaben, das weniger schlimm war. Leider tun das die Mütter von heute nicht mehr! Sie geben ihnen Handys, Fernseher und Computer, die viel schädlicher sind. Es ist besser für die Kinder, draußen zu spielen und sich möglicherweise zu verletzen, als sich zu schaden, indem sie diese Dinge anschauen. Das ist die moderne Mutter von heute. Die traditionelle Strategie, das Kind mit etwas anderem abzulenken, war viel sicherer.

Der Geist muss genauso behandelt werden. Wenn er sich an etwas Unerwünschtes bindet, lenke ihn ab und binde ihn an etwas Gutes.

Lasst mich eine kleine Geschichte über den Geist erzählen, basierend auf einer Geschichte, die Ramakrishna Paramahamsa zu erzählen pflegte:

Es waren einmal zwei Freunde, die beschlossen, da es Samstag war und sie am nächsten Tag nicht ins Büro gehen mussten, dass sie sich einen schönen Abend machen würden.

Ein Freund fragte den anderen, was sie tun sollten. Der antwortete: „Lass uns ins Kino und dann essen gehen…“, und so weiter.
Der erste sagte: „Aber du weißt, Sai Baba kommt wahrscheinlich nach Singapur und es wird ein Satsang stattfinden. Ich denke, ich sollte zum Satsang gehen. Das ist eine bessere Idee.“
Sein Freund sagte: „Das musst Du entscheiden, aber du bist jung und Satsangs sind für alte Leute. Es ist noch viel Zeit. Warum verschwendest du jetzt deine Zeit mit solchen Dingen? Wenn du alt wirst, dir die Zähne ausfallen und deine Augen nichts mehr sehen können, deine Ohren nichts mehr hören können und deine Glieder zittern ‒ dann kannst Du Zeit mit Gott verbringen. Jetzt ist die Zeit, das Leben zu genießen!“
Sie trafen ihre Entscheidungen und trennten sich.
Der eine ging direkt zur Singapore Mall, mit der Absicht, einen Film zu genießen, zu essen und etwas zu trinken und vielleicht danach einen Club zu besuchen.
Der andere Freund kam halbherzig zum Satsang, saß dort und hörte halb zu, was auch immer Sai Baba sagte. Nach einer Weile begann er an seinen Freund zu denken, der den Film ansah, dieses aß und jenes trank.
Sein Freund im Kino dachte dagegen: „Was für eine dumme Entscheidung habe ich getroffen, als ich auch zum Satsang hätte gehen können, dort gesessen hätte und etwas Wertvolles und Aufbauendes gehört hätte.“
Keiner war glücklich, weil ihre Gedanken woanders waren! Der Geist verweilt immer auf etwas anderem als dem, was du tust.
Wenn du A tust, wird er sagen, dass es besser gewesen wäre, B zu tun. Wenn du B tust, wird er dir sagen, dass es besser gewesen wäre, A zu tun. Es hört nie auf!
Endlos wird er sich weiterdrehen; das ist seine Natur. Wie ich sagte, seine Natur ist es, niemals still zu bleiben. Er ist chanchala (unstabil).

Die einzige Antwort ist Übung ihn von Schlechtem abzulösen und ihn an etwas Gutes zu binden. Du wirst keinen Erfolg haben, wenn du versuchst, ihn abzulösen, ohne ihn an etwas anderes zu binden, da er nicht unbesetzt bleiben kann.

Er wird automatisch zurückgehen und sich an das Schlechte binden. Du musst beharrlich versuchen, den Geist von falschen Dingen abzulenken und ihn auf die richtige Dinge zu lenken, indem Du übst und übst, bis es für den Geist ganz natürlich wird, sich immer mit den richtigen Dingen zu verbinden, denn seine Natur selbst ändert sich mit der Zeit.

 Göttlicher Besuch in Singapur | August 2018

 

Wie können wir uns ganz hingeben und unsere falschen Verhaltensweisen überwinden?

FRAGE III

Warum gibt es die Religionen?

 

ANTWORTRT

Swami: Religionen existieren aus demselben Grund wie Schulen. Gehst du zur Schule?

Kind: Ja.

Swami: Was tust du, wenn du zur Schule gehst? Du triffst einen Lehrer, der dir Dinge beibringt, die du nicht kennst, wie Naturwissenschaften, Mathematik, Physik, Chemie und Englisch, so dass du diese Fächer lernen kannst.

Du lernst etwas über die Dinge, die du nicht kennst. Dein Lehrer weiß diese Dinge schon, aber du noch nicht. Dann schreibt er einige Bücher und gibt sie dir mit den Worten: „Das sind die Bücher, die dich, wenn du sie liest, etwas über diese Dinge lehren werden. Wenn du Zweifel hast, komm zu mir und ich werde deine Zweifel ausräumen.“ Das ist es, was du tust.

Wie viele Schulen gibt es? Es gibt viele Schulen auf Mauritius. Verschiedene Kinder gehen auf verschiedene Schulen, nicht wahr? In einigen Schulen müssen die Schüler eine blaue Uniform tragen, in einer anderen Schule ist die Uniform weiß, in wieder einer anderen grau, so dass die Schulen unterschiedliche Uniformen haben. In einigen Schulen müssen die Schüler ein bestimmtes Gebet sprechen, während in anderen Schulen ein anderes Gebet vor Beginn des Schultages gesprochen wird.

Einige Schulen beginnen um 7:30 Uhr, andere um 8:30 Uhr. Manche enden mittags, andere später. Alle diese Schulen sind unterschiedlich, aber sie unterrichten die gleichen Dinge.

Religionen sind wie Schulen. Das Oberhaupt einer Religion ist wie ein Lehrer, den ihr Meister nennt.

Warum übt ihr eine Religion aus? Eine Kirche ist wie eine Schule, ein Tempel ist wie eine Schule und eine Moschee ist wie eine Schule. Du gehst in all diese verschiedenen Schulen, um etwas zu lernen.

Und was willst Du dort lernen? Du willst etwas über Gott lernen. Du willst lernen, wie man Gott findet, wie man Gott erfährt, wie man Gott nah ist und wie man Gott verwirklicht.

Das ist der Inhalt, den all diese Religionen lehren. Was sagen sie dir, was zu tun ist, um Gott zu verwirklichen? Sie sagen dir, dass du beten sollst, dass du nicht lügen sollst, dass du nicht stehlen sollst, dass du anderen keinen Schaden zufügen sollst, dass du jeden lieben sollst und dass du jedem dienen sollst.

Das sind die verschiedenen Wege, auf denen man Gott erreichen kann. Alle Schriften sind wie Lehrbücher, die Meister sind wie Lehrer und die Kirchen und alle anderen religiösen Gebäude sind wie Schulen, deren Thema Gott ist und wie man ihn findet.

Zuerst studiert man die Theorie und dann muss man in die Praxis gehen. Um Gott zu finden, müsst ihr gut sein und in eurem täglichen Leben Gutes tun. Ihr solltet nicht stehlen, lügen oder andere verletzen. Ihr solltet diese praktischen Lektionen in eurem täglichen Leben anwenden.

Meister wie der Prophet Mohammed, Jesus Christus, Buddha oder Mahavira kommen, um dich zu lehren, wenn du nicht weiterkommst oder Schwierigkeiten mit deinen Themen hast.

Die Schulen mögen unterschiedlich sein, die Uniformen mögen unterschiedlich sein, die Zeiten mögen unterschiedlich sein, die Sprache mag unterschiedlich sein, die Lehrer mögen unterschiedlich sein ‒ aber das Thema ist ein und dasselbe: Über Gott zu lernen.

Deine Eltern werden dich in die Schule schicken, die in deiner Nähe ist. Auf der Grundlage der Traditionen, denen Ihre Familie folgt, wird Ihre Familie dich in diese Religion einweisen. In dieser Religion lernst du dann etwas über Gott. Solange alle über Gott lehren, sind alle Religionen wichtig, denn sie helfen dir, etwas über Gott und gute Dinge zu lernen.

Versteht ihr das? (Swami fragte mehrere Kinder, wo sie studiert haben, und sie antworteten mit den Namen ihrer Schulen).

In welcher Richtung geht die Sonne auf? Was hat man euch in eurer Schule gelehrt? Die Sonne geht im Osten auf, richtig? Unabhängig von der Schule, in jeder Schule wird gelehrt, dass die Sonne im Osten aufgeht. Wissen ist eins, aber man lernt dieses Wissen in verschiedenen Schulen durch verschiedene Lehrer, Stundenpläne und Uniformen. So ist es auch mit den Religionen.

Ihr solltet nicht konkurrieren und sagen: „Diese Schule ist besser“, „Meine Schule ist am besten“, „Meine Schule ist besser“ oder „Deren Schule ist am besten“. Solange ihr lernt, solltet ihr jeden respektieren. Kinder müssen Fragen stellen. Es liegt in der Verantwortung der Älteren, ihre Fragen zu beantworten. Viele Ältere sagen: „Du stellst so viele Fragen. Mach mir keine Kopfschmerzen! Geh weg!“.

Sie schicken das Kind weg, was sehr falsch ist, denn es versucht zu lernen. Wenn ihr selbst die Antwort auf die gestellte Frage nicht wisst, geht und findet sie heraus, dann kommt zurück und lehrt. Das sollten alle Eltern tun. Tötet die Neugier des Kindes nicht, indem ihr sagt: „Ich bin beschäftigt. Frag nicht mich, frag deinen Vater!“ Er wird genauso sagen: „Frag deine Mutter.“

Dann kann das Kind nirgendwo mehr hingehen. Nein, jeder sollte sich bemühen, ihre Fragen zu beantworten, denn die Kinder lernen. Wenn man ihnen nicht den richtigen Weg beibringt, werden sie den falschen Weg lernen, und ihr ganzes Leben lang werden sie denken, dass der falsche Weg der richtige ist.

 Göttlicher Satsang – Broschüre – Mauritius – 11-14. Dezember 2018

 

Wie können wir uns ganz hingeben und unsere falschen Verhaltensweisen überwinden?

FRAGE II

Swami, Du sagst, dass Du Gott bist und Du sagst auch, dass wir Gott sind. Als Poorna Avatar hältst Du die göttliche Macht des Universums in Deinen Händen. Über welche Kraft verfügen wir anderen, um unsere Widerstände und schlechten Gewohnheiten zu überwinden?
Und wie können wir diese Kraft nutzen, um basierend auf der Vorstellung, dass wir Gott sind und mit der Macht, uns ganz hinzugeben und unsere falschen Verhaltensweisen zu überwinden?

 

ANTWORTRT

Swami: Ihr habt eine Kraft, die man Willenskraft nennt. Gott hat jedem einen kleinen Teil Willenskraft gegeben, auch freier Wille genannt, mit dem man sich Gottes Kraft teilt.

Ein Vater gibt seinem Sohn die Macht, eine Entscheidung nach eigenem Gutdünken zu treffen, und die Fähigkeit, sie auszuführen. Wenn ihr das nutzt, könnt ihr alles erreichen.

Wenn du Geld willst, wird diese Willenskraft dir Geld verschaffen. Wenn du Ruhm willst, wird diese Willenskraft dir Ruhm verschaffen. Wenn du sagst, dass du göttlich sein willst, wird diese Willenskraft dich sogar göttlich machen.

Alle, die göttlich wurden und Gott verwirklichten, waren Menschen wie alle anderen auch sie hatten dieselben zwei Beine, zwei Hände, zwei Augen und zwei Ohren. Sie hatten nichts Besonderes an sich.

Vierundzwanzig Stunden am Tag ‒ nicht eine Minute weniger ‒ setzten sie ihre Willenskraft ein, um Gott zu verwirklichen.
Wenn ihr das tut, werdet auch ihr Gott erreichen. Es hängt alles von euch ab. Um also deine Frage zu beantworten:

Welche Kraft habt ihr alle? Der Wille ist eure Kraft.

Wenn ihr ihn richtig einsetzt, ist das der Weg, um Gottes Macht zu erlangen.

 Broschüre – Göttlicher Besuch in Australien 2019  

 

Auf welche Weise kann ich bewerkstelligen, DASS MEINE KINDER DICH ERFAHREN ?

FRAGE I

Swami, ich möchte, dass meine Kinder Dich erfahren. Auf welche Weise kann ich das bewerkstelligen?

 

ANTWORTRT

Swami: Was ist Swami?

Devotee: Swami ist Gott.

Swami: Was ist Gott? Was sollten Kinder erfahren, wenn sie Swami erfahren?

Devotee: Als ich mit Swami (Sathya Sai Baba) in Seiner physischen Form zusammen war, habe ich so viele Wunder gesehen. Ich möchte, dass meine Kinder dasselbe erleben.

Swami: Wunder sind nicht Swami. Swami ist allein die Liebe. Was ist ein Wunder? Wenn du etwas tun kannst, was dein Kind nicht kann, wird das Kind denken, dass du eine Frau bist, die Wunder vollbringen kann. Genauso ist es, wenn ich etwas tue, was ihr nicht tun könnt. Ihr denkt dann, ich sei ein Mann, der Wunder vollbringen kann.

Ein Wunder ist nicht das, was Swami ist, sondern Liebe ist Swami. Wenn eure Kinder die Liebe Gottes durch euch spüren, haben sie Gott erfahren. Erzieht sie mit Losgelöstheit, wie die Königin Madalasa, die ihre Kinder mit göttlichen Wiegenliedern aufzog, wie zum Beispiel:

shuddhosi buddhosi niranjanosi samsara maya parivarjitosi

(Du bist der Reinste, du bist der Bewusste, der immer Glückselige. Du bist jenseits der Maya von Samsara [der Illusion des weltlichen Lebens], oh Geliebter!)

So sang sie und alle ihre Kinder erfuhren Gott und wurden hingebungsvolle brahmacharis.

Schließlich kam der König und bat sie, ihrem letzten Kind keine Schlaflieder mehr zu singen, weil sie jemanden brauchten, der das Königreich regierte.

Alle ihre früheren Söhne waren fortgegangen und zu verwirklichten Wesen geworden. Das ist die Macht einer Mutter! Wenn ihr eure Kinder wirklich mit diesem Gedanken erzieht – dass sie göttlich sind – dann werden sie göttlich.

Wenn ihr wollt, dass eure Kinder Mich erfahren, dass sie Meine Liebe erfahren, dann erzieht sie in diesem Sinne. Sagt ihnen, dass sie Gott sind, dass sie göttlich sind. Das ist der Weg, den ihr gehen solltet.

Wunder sind nicht das, was Ich bin. „Swami, komm her. Zeig mir Deine Gegenwart. Vibhuthi sollte von hier herabfallen. Kumkum sollte von dort herabfallen….“, das ist keine umittelbare Erfahrung von Swami.

Das wahre Wunder ist die Liebe.

Göttlicher Besuch in Australien – April-Mai 2019