mandala_1 Auszüge aus den göttlichen Reden / Juni 2024 mandala_1

Auszug aus der REde in Sarvodaya

3. Januar 2017

Sarve bhavantu sukhinah sarve santu nirāmayāh |
sarve bhadrāni paśyantu mā kaścidduḥkhabhāg bhavet ||

(Lass alle Wesen glücklich sein; lass alle Wesen gesund sein; lass alle Wesen überall Glück sehen; lass niemanden jemals leiden.)

(śānti mantra)

Jene, die dienen, leben wahrhaftig

Liebe Verkörperungen der göttlichen Liebe!
Für sich selbst, für seine Familie und seine Verwandten zu beten ist ganz natürlich, aber für alle zu beten ist eine göttliche Eigenschaft.

Sarvodaya‘ bedeutet die Befreiung aller, nicht nur von einem oder zwei Menschen. Nur engstirnige Menschen denken, dass einige Menschen zu ihnen gehören und andere nicht. Die Weitsichtigen sehen die ganze Welt als ihre eigene Familie an. Ein Mensch ist wahrhaft befreit, wenn er diese aus Selbstsucht geborene Engstirnigkeit aufgibt und den Weg der Weitsicht einschlägt, die aus selbstloser Liebe erwächst. Dies ist die göttliche Qualität von parameṣṭhi (Gott), die sich auch in der Schöpfung (sṛṣṭhi) widerspiegelt. Flüsse machen keinen Unterschied zwischen den Lebewesen; sie fließen und verschenken ihr Wasser an alle ohne Ausnahme. Die Sonne geht nicht für das eine Land auf und für ein anderes nicht ihr Licht und ihre Wärme sind für alle gleich. Die Brise, die ihr spürt, unterscheidet nicht zwischen den Menschen, zwischen Kasten, Glaubensrichtungen oder Religionen; sie gibt ihren lebensspendenden Sauerstoff an alle ohne Unterschied ab. So ist dir auch diese menschliche Geburt gegeben worden, um allen ohne Unterschied zu dienen. So wie sich die göttlichen Qualitäten in der Schöpfung manifestieren, sollten sie sich auch in jedem Menschen manifestieren.

āhāranidrābhayamaithunaṁ ca sāmānyametat paśubhirnarāṇām (hitopadeśa 25) Essen, Schlafen, Furcht und Fortpflanzung sind Eigenschaften, die sowohl Menschen als auch Tieren gemeinsam sind.

Wenn ihr nur nach diesen vier Aspekten lebt, werdet ihr nicht besser sein als die Tiere. Menschen sind in der Lage, viel höhere Aufgaben zu erfüllen, wie z.B. jeden zu lieben und ihm auf göttliche Weise zu dienen. Deshalb heißt es: ‚paropakārārtham idam śarīram (subhāṣita) dieser Körper ist dir gegeben worden, um anderen zu dienen.‘

Swami Vivekananda sagte: „Diejenigen, die dienen, leben wahrhaftig; die anderen sind mehr tot als lebendig.“

Indem du liebst und dienst, lebst du wirklich. Nur sehr wenige Menschen wissen wirklich, wie sie dieses menschliche Leben richtig nutzen und entsprechend leben können.

Wenn ihr anderen dient, wird Gott euch dienen. Wenn ihr anderen helft, wird Gott euch helfen. Jedes Mal, wenn ihr eure Hände erhebt, um ein Baby hochzuheben und es an eure Brust zu legen, bringt ihr in Wahrheit Gott nahe an euer Herz.

Sucht nicht in Tempeln, Synagogen, Kirchen oder Klöstern nach Gott. Er mag dort sein oder nicht. Der einzige Ort, an dem er mit Sicherheit existiert, ist in den Herzen der Menschen, die arm sind, die leiden und die eure Hilfe brauchen.

Wenn ihr den lebendigen Gott aufgebt, der direkt vor euch steht, hat es keinen Sinn, sich hinter Götzen und Statuen zu verstecken. Gott kann gesehen oder nicht gesehen werden. Er kann gehört oder nicht gehört werden. Aber seid euch sicher, dass Gott direkt hinter euch steht, um euch jederzeit und auf jede Weise zu unterstützen!

Satsang in Sarvodaya, Sri Lanka am 3. Januar 2017